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Florida

ab / bis Miami

Urlaub in den USA
9 Vermieter in 29 Städten

Florida

ab / bis Miami

14 Tage / 1.900 km
Beste Reisezeit: September bis April

Auf dieser Wohnmobilreise geht es von Miami zunächst an der Atlantikküste Richtung Norden und dann landeinwärts nach Orlando, Heimat von Disney World. Von Orlando fahren sie an die Westküste Floridas, dann durch die Everglades und über Florida City bis nach Key West.

Ankunft in Miami und Übernahme des Campers

Wenn man von Miami spricht, meint man meistens den Urlaubsort Miami Beach und weniger die Stadt Miami. Miami mit nur 415.000 Einwohnern ist nach New York der größte Finanzumschlagplatz der USA, hat relativ wenig Industrie, somit kein Smogproblem, und lebt in erster Linie vom Tourismus. Seine geographische Lage und Nähe zur Karibik, den Bahamas und Mexiko macht den Hafen von Miami zum größten Kreuzfahrthafen der Welt.

Da ein großer Teil der Bevölkerung aus Kuba, Puerto Rico und anderen Ländern Mittel- und Südamerikas stammt, finden Sie die meisten Beschriftungen in englischer und spanischer Sprache. In der Gegend von Little Havanna, S.W. 8th Street (auch Calle Ocho genannt) finden Sie Musik, Freiluftmärkte, Geschäfte und Restaurants, welche die kubanische Kultur widerspiegeln. Die Architektur der älteren Häuser hat starken spanischen Einfluss, viele modernere Häuser sind von der Bauweise der Karibik beeinflusst.

Die Skyline von Miami wird vom Bank of America Building, das jeden Abend beleuchtet wird, beherrscht. Die Brickell Avenue im Stadtzentrum gilt als Wall Street von Miami. Hier haben in hochmodernen Gebäuden viele internationale Banken ihren Sitz. Die Brickell Avenue war Schauplatz einiger Filme – in „True Lies“ beispielsweise landete Arnold Schwarzenegger in einem Flugzeug auf dem Dach eines Bürogebäudes. Das Atlantis Building – es ist im Vorspann der Fernsehserie „Miami Vice“ zu sehen – erkennen Sie an einer Palme, einem Whirlpool und einer roten Wendeltreppe in der Mitte des Gebäudes. Ein Wahrzeichen der Stadt ist auch das Bacardi Building, 2100 Biscayne Boulevard, dessen blaue Außenwandmalerei weithin sichtbar ist. Das Metro-Dade Cultural Center, 101 West Flagler Street, beherbergt das Center Of Fine Arts, das Historical Museum Of Southern Florida und die Main Library.

In Miami Beach reiht sich ein großes Hotel an das andere. Zwischen der 21st Street und Ocean Drive Street wurde am Strand der sog. „Boardwalk“ gebaut, eine meilenlange Promenade direkt am Atlantik. Eines der interessantesten Gebiete von South Miami Beach, kurz „Sobe“ genannt, ist der Art Deco District, der sich zwischen der 5th Street und 23rd Street, Collins Avenue, Ocean Drive und Lennox Court befindet. Hier finden Sie einige der besterhaltenen Gebäude aus den zwanziger und dreißiger Jahren. Im Art Deco Welcome Center, 1001 Ocean Drive, gibt es viele Souvenirs und Bücher der Art-Deco-Stilrichtung zu kaufen. An Wochenenden werden von hier aus begleitete Touren durch das Viertel angeboten. Es gibt auch Fahrradtouren, die von 1421 Washington Avenue abgehen.

Einen Besuch wert ist auch das Ancient Spanish Monastery. Das Kloster ist das älteste Gebäude der westlichen Hemisphäre – es wurde ursprünglich im 12. Jahrhundert in der spanischen Provinz Segovia erbaut, 1925 vom Multimillionär William Randolph Hearst gekauft, demontiert und in Kisten verpackt sowie erst 1964 wieder aufgebaut.

Coconut Grove im südwestlichen Miami ist einer der ältesten Stadtteile Miamis; viele Häuser hier wurden aus dem Holz gestrandeter Schiffe gebaut – von Einwanderern aus der Karibik. Die vielen Straßencafés verleihen Coconut Grove heute ein sehr europäisches Flair.

Fünf Brücken, so genannte Causeways, verbinden Miami mit der langen, schmalen Insel von Miami Beach. Hier gab es um die Jahrhundertwende nur Wildnis, Schlangen und unzählige Moskitos. Heute ist diese Insel ein Synonym für Erholung. Mit Strand, Wärme und Sonne fast das ganze Jahr über ist Miami Beach sowohl ein Urlaubsparadies für viele Amerikaner aus den kälteren Bundesstaaten, als auch für viele ausländische Besucher.

Service & Tipps
Wie Sie sich in Miami zurechtfinden
Um sich in Miami zurechtzufinden, müssen Sie wissen, dass die Stadt in vier Teile eingeteilt ist, NE = Northeast, NW = Northwest, SE = Southeast und SW = Southwest, Flagler Street (Ost-West) und die Miami Avenue (Nord-Süd) bilden die Trennung. Streets verlaufen Ost-West, Avenues Nord-Süd, beide haben Nummern, was verwirrend sein kann. Hauptverkehrsadern durch die Stadt sind der Interstate Highway I-95, der im Süden zu US 1 wird, und der Highway SR 836 / Dolphin Expressway.

Zu Gast bei „Flipper“
Über den Rickenbacker Causeway erreichen Sie das Miami Seaquarium , die Heimat des Fernsehdelfins „Flipper“. Vorstellungen der dort beheimateten Orcas, Seelöwen und Delfine finden mehrmals täglich statt. Das Miami Seaquarium ist täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist eineinhalb Stunden vor Schließung.

Naherholung unterm Leuchtturm
Am Ende der Insel Key Biscayne befindet sich die Bill Bags Cape Florida State Recreation Area mit dem Cape Florida Lighthouse und weiteren Attraktionen.

Miami Beach – Cocoa Beach

Tagesetappe: ca. 210 Meilen / 336 km

Routenvorschlag: Miami Beach – Fort Lauderdale – West Palm Beach – Cocoa Beach

Heute geht es Richtung Norden. Unser Vorschlag ist von I-95 North nach 24 Meilen Exit 29A zu nehmen und nach rechts auf E. Sunrise zu fahren, dann nach links Highway A1A zu nehmen, denn zwischen Fort Lauderdale und Palm Beach ist dies eine landschaftlich sehr schöne Strecke. Vom Palm Beach nehmen Sie links Okeechobee Boulevard / SR 704 zur I-95 North und nehmen nach 132 Meilen dann Exit 201 rechts auf FL-520 E / King Street nach Cocoa Beach.

Fort Lauderdale ist ein beliebtes Seebad für Amerikaner und Touristen aus der ganzen Welt. Im Jahre 1838 von Major William Lauderdale gegründet, ist Fort Lauderdale erst nach 1911 zu einem Resort herangewachsen. Es ist aber nicht nur einer der führenden Badeorte, sondern auch eine wichtige Handelsstadt. Port Everglades, etwa 2 Meilen (3,2 km) südlich der Stadt gelegen, hat einen der tiefsten Häfen südlich von Norfolk in Virginia.

Fort Lauderdale ist als das „Venedig Amerikas“ bekannt. Von Flüssen, Buchten und Kanälen durchzogen ist es eine Stadt aus Inseln, in welcher das Boot mit dem Auto als Transportmittel konkurriert. Ein Zehntel der Stadt ist Wasserfläche; 165 Meilen (über 265 km) schiffbarer Gewässer bieten eine Heimat für Boote aller Größen. Also lassen Sie Ihr Wohnmobil ruhig einmal stehen und nehmen Sie ein „Wasser-Taxi“.

West Palm Beach ist eine Handels- und Industriestadt, die jedoch den Charakter eines Bade- und Erholungsortes nicht verloren hat. Besonders in Palm Beach, das am nördlichen Ende einer etwa 13,5 Meilen (22 km) langen Insel liegt, spielt das Strandleben eine große Rolle. Henry Morrison Flagler ließ die Eisenbahn an der Ostküste Floridas bauen und hatte als erster das Potential dieser üppigen, subtropischen, palmengeschmückten Gegend erkannt. Er baute das Royal Poinciana Hotel, das als Zeugnis des „Gilded Age“ (goldenes Zeitalter) Amerikas gilt. In dem Gebäude kann außer Gemälden und Porzellan auch Flaglers privates Eisenbahnabteil besichtigt werden. Neben dem herrlichen Strand und den eleganten Geschäften entlang der Worth Avenue, der „teuersten Einkaufsstraße der Welt“, gibt es noch das Lifestyle-Resort Royal Poincianalaza.

Service & Tipps
Auf verschiedenen Wegen am Atlantik entlang
Entlang der gesamten Atlantikküste Floridas verlaufen drei Straßen mehr oder weniger parallel: A1A, US 1 und I-95. Bis nach Fort Pierce kann man auch Florida’s Turnpike (Mautgebühr) benutzen. Die A1A ist eine zweispurige Küstenstraße und führt durch alle Strandorte; sehr langsames Vorwärtskommen, landschaftlich aber am interessantesten. Die US 1 hat viel Geschäfts- und Durchgangsverkehr, viele Verkehrsampeln und ermöglicht die Zufahrt zu vielen Shopping Centers. Die I-95 ist eine Autobahn wie jede andere, ein breiter Betonstreifen, der sich durch Graslandschaft zieht; etwas langweilig, dafür kommt man jedoch am schnellsten vorwärts.

Cocoa Beach – St. Augustine Beach

Tagesetappe: ca. 125 Meilen / 200 km

Routenvorschlag: Cocoa Beach – Daytona Beach – St. Augustine Beach

Von Cocoa Beach fahren Sie heute zum Kennedy Space Center. Von hier aus werden bemannte Raumfahrten durchgeführt. Eine zweistündige Bustour führt an den Gebäuden vorbei, wo die Raumfähren zusammengebaut werden. Sie sehen Trainingsmaschinen der Astronauten und Abschussrampen, außerdem können Sie einige Raumfahrzeuge und Raketen aus nächster Nähe sehen.

Das Space Center liegt im Merrit Island National Wildlife Refuge. Beim Verlassen der Insel sollten Sie einen Blick auf die Kanäle werfen, die links und rechts der Straße verlaufen. Sie werden bestimmt Alligatoren sichten, denn über 4.000 dieser Tiere sollen hier leben. Der Park ist u.a. ein Überwinterungsort für Wasservögel. Um noch etwas mehr von der Natur zu sehen, können Sie den nördlichen Teil des Parks besuchen.

St. Augustine ist die älteste, permanente Ansiedlung in den Vereinigten Staaten. In der frühen Geschichte des Landes hat es eine wichtige Rolle gespielt. Der Spanier Ponce de Lèon hat das heutige St. Augustine im Jahre 1513 entdeckt. Um ins spanische Viertel zu gelangen, folgen Sie den Schildern zu „A1A North/Historic Center”. Sie kommen am Light-House-Museum und an der Alligator-Farm vorbei. Überqueren Sie die Bridge of Lions. Das spanische Viertel ist ein Freiluftmuseum, das Häuser sowie den Lebensstil dieser Gegend im 18. Jahrhundert darstellt.

Im St. Augustine Visitor Information Center, 10 Castillo Drive, kann man sich über die Stadt informieren. Das Castillo De San Marcos Monument befindet sich im Stadtzentrum, an der Kreuzung von Castillo Drive und Avenida Menendez (A1A). Es ist das Symbol für 235 Jahre spanische Anwesenheit in Florida. Die Festung ist aus „Coquina“, einem Naturstein aus Muschelschalen und Sand, gebaut, und ist ein einzigartiges Beispiel für einen längst vergangenen Stil von Militärarchitektur. 1565 war St. Augustine und seine Festung der nördlichste Posten der spanischen Karibik und Ausdruck des spanischen Anspruchs auf Florida. Es schützte die spanischen Schiffe, die durch den Kanal von den Bahamas nach Europa zurückkehrten.

Service & Tipps
Ausflug in den Weltraum
Im IMAX-Theatre am Spaceport des Kennedy Space Center können Sie sich die Filme „Magnificient Desolation: Walking on the Moon 3-D“ und „Space Station 3-D” ansehen; Eintrittsgebühr. Da der Andrang ziemlich groß ist, sollten Sie Tickets gleich nach Ihrer Ankunft kaufen, noch bevor Sie die Raketen anschauen. Eine nachgebaute Raumfähre kann man sich kostenlos ansehen.

St. Augustine Beach – Orlando

Tagesetappe: ca. 125 Meilen / 190 km

Routenvorschlag: St. Augustine Beach – Daytona Beach – Orlando

Daytona Beach ist bekannt für seinen 37 Kilometer langen Strand, der mit dem Auto und Motorrad im langsamen Tempo befahren werden darf. Bei gutem Wetter wird der Strand zum Rummelplatz. Hier findet man dann viele Verkaufsstände, Surfer, Kite-Surfer, Strandsegler und mehr. Die Stadt ist bei Touristen vor allem bekannt für zwei große Veranstaltungen: Spring Break, die ausgelassene Feier der amerikanischen Studenten und die Bike Week, eines der größten Harley-Davidson-Treffen. Ebenso ist Daytona bekannt für die Rennstrecke Daytona International Speedway, die aus einen Oval mit drei Steilwandkurven sowie einem Straßenrennkurs im Innenraum besteht. Auf Ersterem fährt die US-Rennserie NASCAR u. a. das Daytona 500, auf Letzterem wird das 24-Stunden-Rennen von Daytona ausgetragen.

Orlando wurde nach Orlando Reeves benannt, einem Soldaten, der durch den Pfeil eines Seminolen-Kriegers bei einem Kampf im Jahre 1835 ums Leben kam. Bis Ende des 19. Jahrhunderts lebte die Stadt von Rinderzucht und Baumwollanbau. Dann hielt der Anbau von Zitrusfrüchten Einzug und damit begann das Wachstum. Heute ist das nur rund 250.000 Einwohner zählende Orlando mit zuletzt (2013) 59 Millionen Touristen die meistbesuchte Stadt der USA, noch vor New York. Neben all den Unterhaltungsmöglichkeiten finden Sie jede Menge kleine und große Einkaufszentren, wo Sie nach Herzenslust günstige Freizeitmode und Souvenirs jeglichen Geschmacks einkaufen können.

Im Jahre 1965 wurde das Sumpfland im Südwesten von Orlando in eine gigantische Fantasiewelt verwandelt. Disney World erstreckt sich auf einem Gebiet zweimal so groß wie Manhattan. Unter der Leitung von Disney World gibt es eine weitere Attraktion, die Disney Hollywood Studios, denn Hollywood ist mit einem Teil seiner Studios nach Orlando umgezogen. Es werden hier bereits viele Fernsehserien und auch Action-Filme gedreht.

Service & Tipps
(Mindestens) ein Tag in Disney World
Die Zufahrt in die verschiedenen Teile von Disney World ist sowohl vom US 192 als auch von der I-4 möglich. Beachten Sie bitte die großen Hinweisschilder über den Straßen. Die Öffnungszeiten von Magic Kingdom, Epcot Center und Disney Hollywood Studios Theme Park variieren je nach Saison und Wochentag.

Um einen Überblick über das Parkgelände zu bekommen, sollten Sie folgenden Rundgang machen: Adventureland mit den karibischen Piraten, Liberty Square mit dem Spukhaus, Fantasyland und Tomorrowland mit dem Karussell des Fortschritts. Beim Crystal Palace können Sie sich etwas ausruhen. Gehen Sie danach gezielt auf die von Ihnen ausgewählten Attraktionen zu, da die Wartezeiten wegen der großen Zahl der Besucher oft etwas länger sind.
In der Lagoon haben Sie die Möglichkeit, die verschiedenen Länder der Erde zu besuchen. Dabei können Sie die typischen Gerichte der einzelnen Staaten probieren. Außer den Restaurants gibt es auch noch zahlreiche Cafeterias.

Orlando – Clearwater

Tagesetappe: ca. 105 Meilen / 170 km

Routenvorschlag: Orlando – Tampa – St. Petersburg – Clearwater

Clearwater, St. Petersburg und Tampa bilden das Handels-, Finanz- und Wirtschaftszentrum der Westküste Floridas. Tourismus spielt vor allem auch in den Strandorten wie St. Petersburg Beach, Treasure Island, Madeira Beach und Clearwater Beach eine große Rolle.

Durch die historische Innenstadt von St. Petersburg kann man zu Fuß gehen und einen Blick auf Sunken Gardens, 1825 North 4th Street, werfen. Dies ist eine botanische Anlage mit tropischer und subtropischer Vegetation. Außerdem beherbergt St. Petersburg ein paar gute Museen.

Die größte Touristenattraktion in Tampa ist Busch Gardens, 3000 Busch Boulevard. Busch Gardens, auch „The Dark Continent“ genannt, ist ein Vergnügungspark mit sieben verschiedenen Teilen, die alle das Thema „Afrika zur Jahrhundertwende“ haben. Hier sehen Sie die Wildnis der Serengeti und fühlen das Abenteuer am Congo River. Besuchen Sie den Bazar in Timbuktu und eine Broadway-ähnliche Show im Maroccan Palace Theater.

Service & Tipps
Auf Museumstour in St. Petersburg
Neben anderen Museen gibt es in St. Petersburg auch ein Museum, das Werken des spanischen Malers Salvador Dali gewidmet ist. Das Salvador Dali Museum befindet sich in der Nähe des Campus der University of Florida, an 1000 South 3rd Street.

Clearwater – Naples

Tagesetappe: ca. 170 Meilen / 272 km

Routenvorschlag: Clearwater – Sarasota – Venice – Fort Myers – Naples

Weiter geht es auf der US 41 Richtung Süden via Sarasota, Venice und Fort Myers nach Naples. In Sarasota befindet sich das Ringling Museum Of Art, 5401 Bay Shore Road. John Ringling hat mit seinem Zirkus, der „Größten Schau der Erde“, einen solchen Reichtum angesammelt, dass er hier in Sarasota ein kleines Imperium errichtete. Er baute ein Herrenhaus mit 30 Zimmern, dem italienischen Dogenpalast nachempfunden. Im Jahre 1920 machte Ringling dieses Haus seiner Frau zum Geschenk. Für seine umfangreiche Kunstsammlung baute Ringling sein eigenes Museum, welches eine der größten Sammlungen von Werken des Malers Peter Paul Rubens enthält. Ringling machte Sarasota so zum kulturellen Zentrum Floridas.

Wie der Name schon andeutet, durchziehen Kanäle das Herz von Venice. Die ersten Siedler kamen 1867 in die Gegend und 1888 wurde das erste Postamt eröffnet, ein wichtiges Ereignis für einen kleinen Ort. Im Jahre 1923 wurde Venice durch den Bau des Tamiami Trails sowohl mit Miami als auch mit Tampa verbunden. 1941wurde hier eine wichtige Militärbasis entwickelt. Die Stadt ist der Wintersitz des Ringling Brothers And Barnum & Bailey Circus mit der einzigen „Trainingsschule für Clowns“ der Welt. Venice wird auch als das „Shark Tooth Capital of the World“ bezeichnet, die Hauptstadt der Haifischzähne. Genießen Sie den schönen weißen Sandstrand und suchen Sie nach Muscheln oder auch nach Haifischzähnen. In vielen Restaurants werden frischer Fisch, Muscheln und Meeresfrüchte aus dem Golf von Mexiko angeboten.

Fort Myers ist eine sehr rasch wachsende Stadt, am Caloosahatchee River gelegen. Besonders auffallend sind die großzügig angelegten Straßen und die wunderschönen Palmen, die viele der Straßen säumen. Mehr als 70 verschiedene Arten von Palmen gibt es in dieser Stadt und eine Anzahl exotischer Blumen und tropischer Früchte. Es gibt einige hübsch restaurierte Häuser rund um die Main Street und den Broadway. Historisches gibt es im Southwest Florida Museum of History, 2031 Jackson Street, zu sehen.

Naples, bekannt für seinen etwa 41 Meilen (66 km) langen Strand, seine modischen Boutiquen und gemütlichen Restaurants, war bis zum Jahre 1885 nur auf dem Wasserwege zugänglich. Der Pier von Naples ist ein Relikt dieser Zeit. Bummeln Sie entlang 5th Avenue und 3rd Street. Die hübschesten Geschäfte sind zwischen Broadway und 14th Avenue zu finden. Über eine kleine Holzbrücke erreichen Sie den herrlichen Sandstrand, der zu einem Spaziergang einlädt. In Old Naples und am Dockside Boardwalk gibt es neben vielen Geschäften und Restaurants auch einen schönen Blick über Naples Bay.

Service & Tipps
Shoppen in Venice
Sollten Sie Lust haben, einen Einkaufsbummel zu machen, bieten sich dafür in der Innenstadt die früheren Gebäude des Kentucky Military Institute’s an, die heute im Erdgeschoss kleine Geschäfte und Boutiquen beherbergen. Außerdem finden Sie weitere hübsche Geschäfte auf Venice Avenue. Etliche Einkaufszentren gibt es auch entlang des Tamiami Trail.

Zu Gast im Erfinderhaus
In Fort Myers sollten Sie neben der Winterresidenz von Henry Ford das nahegelegene Thomas A. Edison Winter Home, 2350 Mcgregor Boulevard, besuchen. Nicht nur das chemische Laboratorium und das Museum des Erfinders, sondern auch die Originaleinrichtung des Hauses und der botanische Garten mit vielen ungewöhnlichen Bäumen und Sträuchern sind sehenswert.

Auf den Pirateninseln vor Fort Myers
Der Stadt Fort Myers vorgelagert sind die Inseln Sanibel Island und Captiva Island. (Vom Stadtzentrum ist es etwa eine Fahrzeit von 30 Minuten, um auf Sanibel Island zu gelangen; der Sanibel Causeway ist mautpflichtig). Zur Piratenzeit hat der Pirat José Gaspar seine geraubten, schönen Frauen hier gefangen gehalten. Die ersten permanenten Bewohner ließen sich 1833 von New York kommend auf Sanibel Island nieder. Heute befinden sich auf den Inseln große Ferienressorts, Einkaufszentren und ein Naturpark. Sobald Sie auf die Insel kommen, sehen Sie rechts das Chamber Of Commerce, wo Sie sich eine genaue Landkarte der Insel besorgen können. Am östlichen Ende von Periwinkle Way kommen Sie zum alten Sanibel Island Lighthouse, das ab 1884 schon vielen Schiffen den Weg wies.

Naples – Key West

Tagesetappe: ca. 300 Meilen / 480 km

Routenvorschlag: Naples – Florida City – Key West

Von Naples fahren Sie nach rechts auf der US 41, dem Tamiami Trail, in östlicher Richtung weiter.
Im Collier County kommen Sie durch den südlichen Teil der Big Cypress National Preserve, wo viele Zypressen entlang der Straße wachsen. Sie fahren nun ca. 80 Meilen durch den Everglades National Park. Viele Jahrhunderte lang wurden die Everglades von den Calusa-Indianern bewohnt. Im Jahre 1513 kamen erstmals Europäer in die Gegend. Später kamen auch noch andere Indianerstämme, die allerdings von Weißen letzten Endes ganz vertrieben wurden. Heute haben sich im nördlichen Teil des Parks wieder ein paar Nachkommen der Calusa angesiedelt. Sie leben hauptsächlich vom Tourismus und dürfen ihre handwerkliche Produkte und Zigaretten ohne Mehrwertsteuer verkaufen.

Das Everglades-Sumpfgebiet ist eigentlich ein sich ganz langsam bewegender Fluss, der etwa 200 Meilen (über 320 km) lang, etwa 50 Meilen (80 km) breit und nur ungefähr 0,5 Fuß (15 cm) tief ist. Das Wasser fließt vom Kissimmee River Valley nahe Orlando durch den Lake Okeechobee bis in die Florida Bay, und es benötigt bis zu einem Jahr, diese Strecke zu durchfließen. Das Gemisch aus Süß- und Salzwasser entwickelte sehr interessante Tierarten. Es gibt etwa 300 verschiedene Vogelarten und ungefähr 600 verschiedene Fischarten. Seit 1947 steht dieses Gebiet unter Naturschutz. Kurze Jagdsaisonen für Alligatoren sind allerdings erlaubt.

Von Florida City geht es auf die Florida Keys – bis nach Key West. Der Begriff „keys“ stammt vom spanischen Wort „cayos“, was „schmale Inseln“ bedeutet. Die Strecke wird Overseas Highway genannt oder auch „The Highway that goes to Sea“. Rund 113 Meilen (182 km) Straße und 43 Brücken mussten gebaut werden, um die Verbindung zu allen Inseln herzustellen, was im Jahre 1938 erstmals der Fall war. 1982 wurden 37 dieser Brücken durch zusätzliche und belastbarere ersetzt.

Die in Key West geborenen Menschen nennen sich „Conchs” („Konk“ ausgesprochen). Conch ist ein kleines Weichtier, das allerdings zäh ist, und auf allen Speisekarten der Stadt zu finden ist. Conch-Muscheln jeglicher Größe sind in fast allen Souvenirgeschäften zu finden. Viele interessante oder auch exzentrische Menschen haben sich in Key West angesiedelt und auch Künstler. Tennessee Williams und Ernest Hemingway wurden von der Insel mit der reichen Vegetation von Palmen, Hibiskus und Bougainvillea angezogen. In der überreichen Pflanzenwelt, die hier vertreten ist, findet man unter anderem 26 Palmenarten und 2 verschiedene Bananenbaumarten. Die höchste natürliche Erhebung ist 18 Fuß über dem Meeresspiegel, das heißt, Sie befinden sich knapp 6 Meter hoch. Das Land um den Eisenhower Drive ist kein natürliches Festland, sondern aufgeschüttetes Land, die Insel wurde einfach zu klein.

Besonders gegen Abend wird Old Town rund um Mallory Square Dock, Front Street und Duval Street sehr lebendig. Straßenunterhalter, Verkäufer und Handleser versuchen, Geschäfte mit den vielen Touristen zu machen. Versäumen Sie nicht, den berühmten Sonnenuntergang am Sunset Pier zu erleben. Auf Ihrem Spaziergang entlang Duval Street schauen Sie doch auf einen Sprung bei Hemingways Lieblingsbar „Sloppy Joe” vorbei. Genießen Sie das gute Essen in einem der vielen Restaurants und einen Drink in einer der zahlreichen Bars, und bummeln Sie durch die unzähligen Geschäfte. Die Duval Street bezeichnet man manchmal als „längste Straße der Welt“, obwohl sie nur 14 Blocks lang ist, da sie vom Atlantischen Ozean bis zum Golf von Mexiko reicht. Das Wreckers’ Museum, 322 Duval Street, wurde 1829 erbaut und ist das älteste Haus in Key West. Die St. Pauls Church, erstmals 1832 erbaut, ist die älteste Kirche der Insel. Das heutige Gebäude stammt aus dem Jahr 1912.

Key West ist mit Ausnahme von Hawaii der südlichste Punkt der Vereinigten Staaten. Hier gibt es das südlichste Haus, das südlichste Hotel und den südlichsten Punkt des US-Festlandes, der mit einer riesigen Metalltrommel gekennzeichnet ist. Man hat es aufgegeben, ein Schild aufzustellen, da eines nach dem anderen gestohlen wurde.

Service & Tipps
In den Everglades
Ab Juni gibt es in großer Regelmäßigkeit fast täglich kurze, starke Regenfälle. Außerdem gibt es eine Menge Moskitos. Manche sprühen sogar die T-Shirts ein, damit die Mücken nicht durch die Kleidung stechen. Vergessen Sie nicht, ein starkes Sonnenschutzmittel zu verwenden und eine Kopfbedeckung mitzunehmen. Sie kommen an kleinen Indianersiedlungen vorbei, wo „Airboat Rides“ angeboten werden. Diese Boote fahren Sie mit großer Geschwindigkeit über die riesigen Grasflächen der Everglades-Sümpfe, ein Erlebnis ganz besonderer Art. Für solche Fahrten eignet sich auch der Everglades Safari Park, 2600 Tamiami Trail, der etwa 9 Meilen (14,5 km) hinter Shark Valley auf der rechten Seite liegt.

Zu beachten auf dem Overseas Highway (Florida Keys)
Es wird geraten und ist stellenweise sogar vorgeschrieben zwecks erhöhter Sicherheit auch während des Tages mit Abblendlicht zu fahren. Die jeweilige Geschwindigkeitsbegrenzung sollte hier besonders genau eingehalten werden, da auf dieser Strecke stark kontrolliert wird. Während der gesamten Fahrt gibt es nur recht wenige Überholmöglichkeiten.

Aktivitäten in Key West
Sie haben die Möglichkeit, mit dem offenen Conch Tour Train eine Rundfahrt durch die Stadt zu machen. Die Züge fahren täglich und in regelmäßigen Abständen von zwei Stationen ab, Mallory Square in Old Town und 3850 North Roosevelt Avenue (beim Welcome Center). Mit dem kleinen Zug gewinnen Sie in 90 Minuten einen guten Überblick über diese hübsche Stadt. Mit der Old Time Trolley können Sie die gleiche Strecke abfahren und haben die Möglichkeit, bei allen Stopps aus- und wieder zuzusteigen. Oder folgen Sie den Schildern mit den Pelikanen, welche Sie durch das historische Key West leiten.

Besuchen Sie das Little White House Museum, 111 Front Street, das sich im Truman Annex befindet. Hier hat Harry S. Truman, der 33. Präsident der Vereinigten Staaten, während seiner Amtszeit seine Urlaube verbracht. Interessant ist auch das Ernest Hemingway Home And Museum, 907 Whitehead Street. Vom Fury Dock können Sie eine Schnorchel-Tour zu Korallenriffen unternehmen, es gibt hier etwa 600 verschiedene Fischarten, oder eine Segelfahrt.

Key West – Miami (Miami Beach)

Tagesetappe: ca. 180 Meilen / 270 km

Routenvorschlag: Key West – Florida City – Miami (Miami Beach)

Heute geht es von Key West auf dem Overseas Highway (US 1) zurück Richtung Norden bis zum Zielpunkt Miami. Für die Sehenswürdigkeiten in Miami und Miami Beach können Sie sich auch ein bis zwei Tage am Ende dieser Reise einplanen. So haben Sie Gelegenheit das Wohnmobil entspannt abzugeben und die Camperreise Florida unter Palmen, mit Blick auf den Atlantik angenehm ausklingen zu lassen.